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Inhalt

25 Jahre FTB - Festakt und Fachtagung im Landtag NRW

Foto des FTB-Teams im Landtag NRW

Es war eine gelungene Festveranstaltung, die von großer Anerkennung für das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein zeugte. Beim Festakt im Düsseldorfer Landtag zum 25-jährigen Bestehen wurde die innovative Arbeit des Instituts gewürdigt. Seit einem Vierteljahrhundert beschäftigt sich das Volmarsteiner Institut damit, moderne Technologien für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen zu erforschen, zu erproben sowie über Barrierefreiheit und Assistive Technologien zu informieren. Seit nunmehr elf Jahren landesweit auch mit Hilfe der Agentur Barrierefrei NRW, die vom FTB betrieben wird.

„Danke für Ihren Mut und Ihre Weitsicht“, sagte Landtags-Präsidentin Carina Gödecke in ihrer Begrüßungsansprache vor über 300 Gästen in Richtung von Prof. Dr. Christian Bühler, der das FTB seit Beginn und seit Herbst 2004 auch das Lehrgebiet Rehabilitationstechnologie an der Technischen Universität Dortmund leitet. Sozialminister Rainer Schmeltzer betonte in seiner Festansprache: „Inklusion braucht mutige Menschen, die vorangehen“ und Gertrud Servos, Vorsitzende des Landesbehindertenrates, hob in Ihrem Grußwort die Bedeutung der Evangelischen Stiftung Volmarstein (ESV) als Trägerin des Forschungsinstituts hervor. Denn die Bindung an die ESV sichert dem Institut eine besondere Grundhaltung, nämlich "Technik immer vom Menschen aus zu denken". Dabei betonte sie die wichtige Rolle, die die Agentur Barrierefrei NRW in der Zusammenarbeit mit der Behindertenselbsthilfe spielt, mahnte für die Zukunft aber auch mehr Gendersensibilität bei den Projektaktivitäten des FTB an.

Blick in den Plenarsaal während der Festansprache von Sozialminister Rainer Schmeltzer

In weiteren Grußworten charakterisierte Richard Fischels vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das FTB als „Ein gutes Stück NRW - das für Teilhabe bundesweit steht“. Und Prof. Dr. Ada Pellert, die Rektorin der Fernuniversität in Hagen führt den Erfolg des FTB auf dessen gelungene Vernetzung und beharrlichen Veränderungswillen in den zurückliegenden 25 Jahren zurück und freut sich auch auf künftige interdisziplinäre Zusammenarbeit für mehr digitale Teilhabe und gemeinsame Bildung.

Als das FTB am 17. Januar 1991 eingeweiht wurde, betraten die Gründer der Einrichtung völliges Neuland. Ein technisches Institut auf dem Boden der diakonischen Behindertenhilfe, das war schon ein Experiment. Es war nicht abzusehen, dass sich daraus eine über die Grenzen von NRW bekannte Ideenschmiede entwickelt. Doch die Bedenken seien eine völlige Fehleinschätzung gewesen, stellte ESV Vorstandssprecher Pfarrer Jürgen Dittrich beim Festakt zufrieden fest.

Foto im Plenarsaal des Landtags mit folgenden Personen von linksnach rechts: Prof. Dr. Christian Bühler, Landtagspräsidentin Carina Gödecke, Pfarrer Jürgen Dittrich, Minister Rainer Schmeltzer

Heute arbeiten im FTB rund 25 Mitarbeiter in einem multiprofessionellen Team. Dabei hat sich ihr Aufgabenfeld enorm erweitert bzw. verändert: So beschäftigte sich das FTB anfangs u.a. damit, eine neuartige Antriebstechnik für Rollstühle zu entwickeln, um deren Manövrierfähigkeit wesentlich zu verbessern. Heute ist die Barrierefreiheit sei es im Internet, in der bebauten Umgebung, oder bei der Mobilität mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln eines der Themen, die ganz oben auf der Agenda stehen.

Der Festakt im Plenarsaal des Landtags, wo sonst Parlamentsdebatten stattfinden, war Höhepunkt einer Reihe von Veranstaltungen des FTB in diesem Jahr – von der „Aktionswoche Hören“ in Wetter über die Fachtagung der Agentur Barrierefrei NRW „Barrierefreiheit öffentlicher Einrichtungen“ zur Bestandsaufnahme in den NRW-Kommunen in Köln bis zur Mitwirkung an der Konferenz über computergestützte Hilfen für Menschen mit Behinderungen (ICCHP) im österreichischen Linz.

Konsequenterweise schloss sich als inhaltlicher Teil der Jubiläumsveranstaltung am Nachmittag noch eine Fachtagung an den Festakt an. In vier moderierten Gesprächsrunden mit einleitenden Impulsen, wurden Zukunftsperspektiven aus Sicht von Vertretern der Behindertenselbsthilfe, der Leistungserbringer im Bereich Hilfsmittelversorgung, der politisch Verantwortlichen und der Forschung erörtert. Während der vorgetragenen Statements der eingeladen Diskussionsteilnehmer war das Publikum aufgefordert, die Ausführungen der Expertinnen und Experten mit eigenen Ideen, via Twitter, E-Mail oder handschriftlich abgegebener Kommentare zu ergänzen. Die so diskutierten Perspektiven, Impulse und Ideen werden derzeit noch ausgewertet.

Die insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, zeigte sich hier auch zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen zugewandt. Die weitere Arbeit des FTB wird flankiert von der kürzlichen Verabschiedung des Inklusionsstärkungsgesetz (ISG) im nordrhein-westfälischen Landtag und der darin enthaltenen gesetzlichen Verankerung der Agentur Barrierefrei NRW. Da die „Agentur von unserem FTB betrieben wird, ist das eine enorme Stärkung für uns. Das bestärkt uns, in unseren Bemühungen um Inklusion nicht nachzulassen“ heißt es hierzu von ESV Vorstand Jürgen Dittrich.

Erstellt am 15.09.16